Ausstellung - Licht, Luft, Freiheit – 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop

Bilder der ersten Generation von Malern

In der Ausstellung werden die Hauptvertreter der Gründergeneration der Künstlerkolonie Ahrenshoop mit für sie typischen, aussagekräftigen Werken umfangreich dargestellt. Gezeigt werden etwa 90 Gemälde von 16 Künstlerinnen und Künstlern, die seit den späten 1880er Jahren bis zum Ersten Weltkrieg in Ahrenshoop gelebt und gearbeitet haben. Die Mehrzahl dieser Werke stammt aus den Sammlungen des Kunstmuseums, der Gemeinde und des Förderkreises Ahrenshoop e. V.. Darüber hinaus wird auf Leihgaben aus Museums- und Privatbesitz zurückgegriffen.

Was die ersten Ahrenshooper Malerinnen und Maler an Werken hinterlassen haben, repräsentiert eine Seite des Kunstschaffens um die Jahrhundertwende, in der Motive und Denkweisen der auf sie folgenden Moderne schon in wesentlichen Zügen vorbereitet sind. Die Freilichtmalerei als künstlerische Praxis erschöpfte sich nicht in dem, was man heute landläufig unter „Realismus“ versteht, sondern in ihr waren – historisch vom Barock her kommend und mit einem anfangs religiösen Ansatz verbunden – bereits die Begründungen für den Im- und Expressionismus angelegt. Beide Spielarten moderner Malerei bringen ein Weltverhältnis zum Ausdruck, wie es schon die Freilichtmaler in den Künstlerkolonien vertraten, wenn sie Wirklichkeit in ihre Bilder holten, um sie dort in ein utopisches Konstrukt umzumünzen. Die Sinnlichkeit des Malers, seine autonome Fähigkeit zum wahren Sehen in realem wie in übertragenem Verständnis stand im Zentrum dieser künstlerischen Utopie.

Künstlerkolonien waren nicht nur Rückzugsorte für einzelne Maler. Sie waren Enklaven, in denen Künstler sich sammelten, um im direkten Kontakt mit der Natur, aber auch im Kontakt miteinander ein neues, von der Last der falschen Menschheitswege „unberührtes“ Weltbild aus der Taufe zu heben und zu behaupten. Das ist der Sinn des Traumes vom Ursprünglichen, auf dem die Künstlerkolonien beruhten. Er reicht ungebrochen bis in unsere Zeit.

Die Malerei der Künstlerkolonie Ahrenshoop macht diesen Traum erfahrbar und lebendig. Sie ist voller Atmosphäre. Ihre Themen sind natürlich nicht in Ahrenshoop allein zu finden, sondern haben auch für andere Künstlerkolonien Bedeutung. Meer und Himmel als der Saum des Universums, dörfliche Sujets als Gleichnisse für menschliches Leben im Einklang mit der Natur und die vitale Gegenwart der aus der Erdvergangenheit ins Heute reichenden Pflanzenwelt, wie nicht zuletzt der Darßer Urwald sie noch immer verkörpert, gehören dazu.

Öffnungszeiten
März: Di - So 10 - 17 Uhr
ab April: täglich 11 - 18 Uhr

In der 18. Langen Nacht der Kunst am 19.08.2017 kann die Ausstellung auch zwischen 19 und 23 Uhr besischtigt werden. Jeweils um 16, 18, 20 und 22 Uhr wird in der Ausstellung das Hörspiel Der erste Malersmann war eine Frau – über die Malerin Anna Gerresheim von Ina Strelow präsentiert.

Veranstaltungsort

Kunstmuseum Ahrenshoop
Weg zum Hohen Ufer 36
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 38220 66790
Fax: +49 38220 667922
info@kunstmuseum-ahrenshoop.de
http://www.kunstmuseum-ahrenshoop.de

Anbieter

Kunstmuseum Ahrenshoop
Weg zum Hohen Ufer 36
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 38220 66790
Fax: +49 38220 667922
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Details auf einen Blick
Datum
vom 25.03.2017 bis 08.10.2017
Veranstaltungskategorie
Ausstellung
Preis

Regulärer Eintritt:
Erwachsene: 8,- €
Studenten: 4,- €
Schüler 3,- €
Kinder bis 6 Jahre frei

In der Langen Nacht der Kunst am 19.08.2017 Eintritt mit Fähnchen: 10 €

Im Preis enthalten sind alle Veranstaltungen im Rahmen der 18. Langen Nacht der Kunst.
Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres erhalten freien Eintritt.

Fähnchen erhalten Sie ab dem 11.08.2017 hier:

  • Kurverwaltung Ahrenshoop
  • Veranstaltungsorte der 18. Langen Nacht der Kunst
  • Zimmervermittlungen Meerfischland und Ahrenshooper Ferien
  • Wiese vor der Alten Schule (nur am 19.08.2017)